fricktal störer

Editorial zum Update vom August 2022

Das Projekt Gebietsentwicklung des Entwicklungsschwerpunktes Sisslerfeld schreitet voran. Noch ist davon im Gelände wenig zu erkennen.

Die mit 85 Hektaren grösste zusammenhängende Fläche unüberbauter Arbeitszone im Aargau – und weitherum in der Schweiz – ist zu kostbar, um sie unkontrollierter Bebauung auszusetzen. Es sollen Unternehmen angesiedelt werden, die innovativ sind, grosse Wertschöpfung erzielen, umweltschonend produzieren und möglichst viele Arbeitsplätze schaffen.

Der Kanton leitet dieses umfangreiche Projekt, zusammen mit den 4 Gemeinden und von Fricktal Regio. Das Engagement des Kantons ist beträchtlich, für einmal gilt in Aarau auch ein bisschen «Fricktal first».

Das Projekt ist aufgrund der vielfältigen Besitzerstruktur schwierig, der grösste der 40 Landbesitzer hat rund 40% der Fläche, 28 Besitzer je weniger als 1%.

Begonnen hat der Prozess 2018 mit einer schriftlichen Vereinbarung der Akteure, es folgte die Testplanung, bei der «alles zu denken erlaubt» war, ja sein musste, um auch ausgefallenere Ideen mit einzubeziehen.

Dieses Jahr wird der regionale Sachplan verfasst, der für die Behörden (Gemeinden) verbindlich sein wird.

Ein regionaler Gesamtplan Verkehr ist in Erarbeitung, die Erschliessung der Parzellen ist zentral. Allerdings sind über 80% des Verkehrs auf den Kantonsstrassen im Sisslerfeld Durchgangsverkehr, der nur beschränkt beplant werden kann.

Aus aktuellem Anlass wird momentan die sogenannte Südspange geplant, da dort mutmasslich die ersten Ansiedlungen erfolgen werden. Diese kommunale Erschliessungsstrasse, die nördlich des Kreisels bei der Autobahnausfahrt Eiken ansetzt und nach Westen bis zur 400 Meter Leichtathletik Bahn Stein führt, soll nur für öffentlichen, Langsam- und Werkverkehr benutzbar sein.

Die Kommunikation mit allen Betroffenen ist angelaufen, bisher in guter Stimmung. Es wird eine grosse Herausforderung bleiben, alle «ins Boot» zu holen.

Fürs ganze Fricktal wird von Fricktal Regio eine Wohnstudie gemacht, an welcher Gemeindevertreter anlässlich der Fricktalkonferenz im Juni mitarbeiteten. Es ist uns wichtig, dass das ganze Fricktal vom Projekt Sisslerfeld in Form von steuerzahlenden Zuzügern profitieren kann.