|
|
 |
 |
 |
 |
Lokaladel
|
Lokaladel und Beginn der Hochrheinschifffahrt
|
10./11. Jh. Auch der im 10. Jh. auftretende Lokaladel gelangte in den Besitz zusammenhängender Güter und wurde vom Landesherrn mit Wehr- und Verwaltungsaufgaben betraut. Die Dynastenfamilie Alt-Homberg-Tierstein errichtete im ausgehenden 11. Jh. am Abhang des Tiersteinberges eine über drei Terrassen gestaffelte Burg. In Verbindung mit der benachbarten, älteren Homburg erlaubte die Anlage den Grafen, ihre politischen und strategischen Interessen im oberen Fricktal wahrzunehmen. Von der Jurahöhe über Gipf-Oberfrick beherrschten sie ihre Besitzungen, die zwischen den Gebieten des Stiftes Säckingen lagen.
Im späten 16. Jh., als die Höhenburgen zur Bedeutungslosigkeit herabsanken, liessen die Herren von Schönau in der Oeschger Dorfmitte einen schlichten, nachgotischen Landsitz erbauen, der bis zur französischen Revolution das Zentrum ihrer Gerichtsherrschaft bildete.
Um 1045 begann auf dem Hochrhein die Schiffahrt. Der Laufen, die Stromschnellen bei Laufenburg, stellte die Schiffer und Flösser vor schwierige Transportprobleme. Einheimische Fachleute, die Laufenknechte, übernahmen die anspruchsvollen Aufgaben, die entladenen Schiffe an Ketten und Seilen durch die Felsklippen hinabzulassen, und die aufgelösten Flosse unterhalb des Hindernisses wieder einzusammeln.
Im Schutz zweier Burgen erlebte die als bescheidene Fischersiedlung gegründete Niederlassung einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Die hochaufragenden Steilufer, die den Flusslauf einengten, begünstigten zudem den Bau einer Brücke. Diese Flusstraverse wurde zum strategisch und wirtschaftlich wichtigsten Rheinübergang der Habsburger, deren Geschlecht die weitere Entwicklung der 1207 erstmals erwähnten Stadt über Jahrhunderte wesentlich mitbestimmte
|
Nach oben
|
|
 |