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Alemannen
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Alemannische Landnahme
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6./7. Jh. Während sich die römische Eroberung ausschliesslich auf den politischen und kulturellen Bereich ausdehnte, führte die im 6. Jahrhundert einsetzende alemannische Landnahme zur dauernden Festsetzung eines neuen Volksstammes, in dem die Reste der kelto-romanischen Bevölkerung vollständig aufgingen. Die eindringenden Alemannen, die unter fränkischer Herrschaft standen, lebten von der Landwirtschaft und siedelten ausserhalb der römischen Niederlassungen. Vom Rheintal aus drangen einzelne Gruppen in die dicht bewaldeten Juratäler vor, rodeten kleinere Flächen und begannen, Weiler und Einzelhöfe zu errichten.
Neben verschiedenen Grabfunden weisen auch Ortsnamen, die auf -ingen, beziehungsweise -ikon, -iken und -wil enden, auf die langsam vorstossenden Alemannen hin. Die umwälzenden Veränderungen der Völkerwanderungszeit drängten zunächst auch das Christentum stark zurück.
Um 600 kam der hl. Fridolin, ein irischer Wandermönch, an den Hochrhein und nahm sein missionarisches Wirken unter der alemannischen Bevölkerung auf. An der Stelle der Stadt Säckingen erbaute er auf einer Rheininsel eine Einsiedelei, die sich bei seinem Tode bereits zu einer klösterlichen Gemeinschaft gewandelt hatte.
Durch königliche Landschenkungen waren weite Teile des Fricktals auch wirtschaftlich und politisch eng mit dem Kloster verbunden. Die Fürstäbtissinnen von Säckingen geboten etwa von der Mitte des 10. Jh. an über einen ausgedehnten, straff organisierten Klosterstaat. Das linksrheinische Umland gliederte sich in Dinghofbezirke um die Zentralorte Zuzgen, Stein, Kaisten, Mettau, Sulz, Mandach und Hornussen, wo im mächtigen, raumgreifenden Amtshaus die Fäden des Verwaltungsapparates zusammenliefen.
Unter dem Einfluss des iro-fränkischen Mönchtums verschmolzen das römisch-antike Christentum und das germanische Heidentum zu einer kulturellen Einheit, die zum Ausgangspunkt für die Ausprägung neuer Lebens- und Kunstformen wurde. Die Ritzzeichnungen auf dem wohl bereits im 8. Jh. entstandenen Plattengrab in Frick zeigen als Hauptmotiv einen bewaffneten Krieger zu Pferd. Dieses Auferstehungssymbol aus der Apokalypse wurde für den alemannischen Adel zum Leitbild ritterlichen Lebens. Sie verehrten in Christus einen König und Ueberwinder des Todes, wie ihn auch der Meister des Herznacher Kreuzigungsreliefs darstellte. Dieses einzigartige Denkmal ottonischer Bildhauerkunst stiftete der Basler Bischof Landelous um 950 in die Herznacher Verenakapelle (heute Kant. Historisches Museum Schloss Lenzburg).
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