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Urgeschichte
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Die Frage nach dem Zeitpunkt der ersten menschlichen Tätigkeit im Fricktal wird wohl immer unbeantwortet bleiben. Lediglich einzelne Streufunde erhellen das Dunkel der anbrechenden Menschheitsgeschichte.
110'000 v. Chr. Die ersten bekannten Spuren von Menschen, die als Jäger und Sammler um ihr Ueberleben kämpften, stammen aus dem unteren Fricktal. Ein in Zeiningen gefundener Faustkeil wurde vor etwa 110'000 Jahren aus rostrotem Quarzitgestein geschlagen und gehört zu den ältesten steinzeitlichen Werkzeugen aus dem Gebiet der heutigen Schweiz.
10'000 v. Chr. Vor über 10'000 Jahren durchzogen nomadisierende Rentierjäger von Westen her kommend die unwegsame Region zwischen Jura und Schwarzwald. Zahlreiche bearbeitete Steinsplitter, welche die Menschen auf ihren periodischen Durchzügen hinterliessen, förderte der Autobahnbau im Jahre 1972 im unteren Fricktal zu Tage.
5'000 - 2'000 v. Chr. Mit dem Sesshaftwerden der Bevölkerung in der Jungsteinzeit entwickelten sich erste Dorfgemeinschaften. Neben einer kunstvollen Keramik zeugt auch das geschliffene Steinbeil vom Einfallsreichtum der jungsteinzeitlichen Bauernkultur. Die passive Nutzung der Natur wich einem aktiven Eingreifen in den Lebensraum. Der Mensch stiess in die dicht bewaldeten Juratäler vor, und begann, die zum Leben notwendigen Güter selbst zu erzeugen. Die heutige Fundsituation lässt auf eine Bevölkerungsbewegung schliessen, die, dem Rhein folgend, allmählich in die südwestlichen Täler des Fricktals vorstiess. Hier gehören bronzezeitliche Spuren zu den ersten Zeugnissen urgeschichtlicher Tätigkeit.
1'800 - 800 v. Chr. Genauere Kenntnisse dieses Zeitabschnittes vermittelte in unserer Gegend vor allem die Erforschung der Niederlassung auf dem Wittnauerhorn. Dieser Platz, dessen früheste Siedlungsspuren aus der späten Bronzezeit datieren, wurde bis in die Spätantike immer wieder befestigt.
500 - 58 v. Chr. Als erstes schriftlich erfasstes Volk tritt in der La-Tène-Zeit der keltische Stamm der Rauriker auf, dessen Siedlungsgebiet sich an der nordwestlichen Juraabdachung ausdehnte. Die reiche Ornamentik und Formenvielfalt, die das keltische Kunstschaffen im ersten vorchristlichen Jahrhundert kennzeichnen, blieb bis in nachrömsicher Zeit lebendig.
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